Benzinbetriebene Rasenmäher und Rasentraktoren

Benzinbetriebene Rasenmäher und Rasentraktoren

Benzinbetriebene Rasentraktoren und Rasenmäher

Auslaufmodell oder sinnvolle Alternative –
warum ein benzinbetriebener Rasenmäher oder Rasentraktor durchaus Sinn machen kann.

Der Siegeszug des Mähroboters ist unaufhaltsam – zu schön auch für viele Gartenbesitzer, das leidige Rasenmähen endgültig in die Hände eines Roboters zu geben, der dann, mehr oder weniger unbemerkt und vor allem ohne eigenen Körpereinsatz oder Zeitverlust für einen gepflegten Rasen sorgt.

Doch es gibt durchaus noch Anwendungsfälle, bei denen sich die Überlegung lohnt, statt zu einem Roboter zu einem konventionellen Mähgerät zu greifen.

Heute schlagen wir einmal eine Bresche für die benzinbetriebenen Rasenmäher / -traktoren.

Doch erst einmal:

Was spricht für den Mähroboter:

  • Automatisiertes Mähen ohne eigenen Aufwand
  • Hochentwickelte Technologien auch für etwas kompliziertere Rasenflächen
  • KIgesteuerte Navigation mit inzwischen sehr guter Hinterniserkennung
  • Verhältnismäßig preiswerte Lösung für die Rasenpflege
  • Geringer Platzanspruch in den mähfreien Jahreszeiten
  • Optimal bei gewerblichen Grünflächen, da der Roboter weder Gehalt bezieht, nicht an Tarifverträge gebunden und auch nicht gewerkschaftlich organisiert ist –

Klartext, er spart eine Menge Geld.

 

Was benötigt ein Mähroboter zwingend und was kann er nicht:

  • Braucht Strom im Umfeld der Rasenfläche
  • Ist auf eine Kartierung angewiesen, um seine Mähbereiche zu kennen
  • Der Rasen muss roboterfähig sein, der Roboter kann zwar auf verschiedenen Mähflächen eingesetzt werden, baulich getrennte Bereiche wie Treppen, extreme Engpassagen oder Bereiche, die, je nach System, nicht über Funk oder WLan mit dem Roboter kommunizieren können, kann er nicht.
  • Bei Naturwiesen oder Elementen auf der Grünfläche – da bedarf es einer Ausgrenzung der Bereiche, damit der Roboter dort nicht mäht.
  • 100%igen Randschnitt erledigen nur die wenigsten Roboter, eine Nacharbeit ist meistens notwendig.
  • Mähroboter haben eine deutlich geringere maximale Schnitthöhe, damit er sauber mähen kann.

Bevor wir uns jetzt die konventionellen Rasenpflegemaschinen anschauen …

Auch im Produktsegment handgeschobene oder radangetriebene Rasenmäher ist die Akkutechnik auf dem Vormarsch. Hier muss man anhand der vorhandenen Rasenfläche schauen, welche Flächenleistung das Gerät hat und ob gegebenenfalls bei Verwendung von mehreren Akkus eine Nachlademöglichkeit am Einsatzort besteht.

Was spricht dagegen für konventionelle benzinbetriebene Rasenpflegemaschinen …

  • Keinerlei Abhängigkeit von Funk oder elektrischer Versorgung. Ein Kanister voll Benzin setzt den Einsatzmöglichkeiten eigentlich keine Grenzen.
  • Keine Einschränkung für bestimmte, programmierte Einsatzgebiete wie beim Roboter.
  • Stärkere Mähleistung, auch wenn der Rasen oder die Wiese einmal etwas länger ist.
  • Universell an verschiedenen Standorten einsetzbar, z. B. bei mehreren Standorten mit Mähbereichen
  • Keine digitalen Kenntnisse zum Betreiben des Gerätes notwendig
  • Extrem langlebig, da geringe Jahresbetriebsstunden …

Dazu: Wenn Sie einen benzinbetriebenen Qualitätsrasenmäher ihr Eigen nennen –

und eventuell 60 x im Jahr eine Stunde damit mähen – dann kommt der Motor auf eine Jahresbetriebsstundenzahl von 60 Stunden.  Die Zuverlässigkeit solcher Motoren können Sie, wenn Sie noch haben, mit einem Auto mit Verbrennungsmotor vergleichen …

Wenn Sie jeden Tag eine halbe Stunde mit Ihrem Auto unterwegs sind – kommen Sie im Monat auf etwa 16 Betriebsstunden  – im Jahr wären das dann 192 Stunden.

Das Prinzip des Motors ist das Gleiche. Wenn Sie ihr benzinbetriebenes Auto bei erforderlicher Pflege also 6 Jahre lang fahren, dürfen Sie bei einem Benzinrasenmäher durchaus mit mindestens 15 Jahren Lebenszeit rechnen.

  • Nach dem Kauf eines benzinbetriebenen Rasenmähers / traktors halten sich die Instandhaltungskosten trotz der kürzeren Wartungsintervalle in Grenzen. Beim akkubetriebenen Gerät ist der Akku der Schwachpunkt. Müssen Sie den nach 3-4 Jahren erneuern, bedeutet das etwa 30 – 40 % des Anschaffungspreises für den neuen Akku.

 

Fazit: einen benzinbetriebenen Rasenmäher / -traktor bekommen Sie motortechnisch eigentlich nicht kaputt, wenngleich die Wartung für benzinbetriebene Rasenmäher höher anzusetzen ist als bei elektrisch betriebenen Geräten.

Aber … bei allen elektrisch betriebenen Rasenmähern – und das ist jetzt mehr oder weniger gleich zu stellen mit Akku-betriebenen Geräten, ist das Kernteil des Gerätes der Akku. Dessen Laufzeit ist, von der Einsatzhäufigkeit abhängig, auf 4 – 5 Jahre beschränkt, danach muss er ersetzt werden. Daher gilt: die Kosten für notwendige Updates der Software und der Notwendigkeit des Ersatzes der Antriebsquelle Akku rechnet sich etwa gleich mit den regelmäßig höheren Wartungskosten eines Rasenmähers mit Verbrennungsmotor.

Mit einem kleinen Unterschied: die Akkutechnik und die damit verbundene Notwendigkeit, einen Akku einzusetzen, ist weltweit abhängig von der Verfügbarkeit und der jeweiligen Preisgestaltung je nach Nachfrage und Verfügbarkeit. Hier sollte zumindest darauf geachtet werden, welche Ersatzteil-Liefergarantie der jeweilige Hersteller anbietet. Sehr preiswert angebotene akkubetriebene Geräte können zwar im ersten Moment interessant erscheinen – wenn allerdings weder die notwendigen Softwareaktualisierungen noch die Kompatibilität der verbauten Akkus gewährleistet ist – ist das eine sprichwörtliche „Milchmännchenrechnung“.

Nicht jede Grünfläche ist robotertauglich
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